Die Geschichte

Die Chuck Plaisance Story

Am 13. November 1958 in Raceland, Louisiana, geboren und im nahe gelegenen Galliano am Bayou Lafourche aufgewachsen — eine Stunde südlich von New Orleans — wuchs Chuck Plaisance inmitten der ursprünglichen Musiktradition des Bayou auf. Die Stimme seiner Mutter Ramona, die "Silent Night" sang, war sein erster musikalischer Eindruck. "Es ging nicht um Performance", erinnert er sich. "Es ging um Verbindung. Diese Lektion hat mich mein ganzes Leben begleitet."

Mit acht Jahren hatte er seine erste Gitarre aus Altholz, Nägeln und Schnur in der Werkstatt seines Vaters gebaut. Ein Jahr später lagen eine echte Gitarre und ein Verstärker unter dem Weihnachtsbaum, zusammen mit einem Johnny Cash Songbook. Wenn sein Vater dabei war, sang er Country. Allein waren es Led Zeppelin, Pink Floyd und Creedence Clearwater Revival.

Mit elf Jahren trat Chuck dem Kirchenchor bei. Mit zwölf spielte er in seiner ersten Rockband. Mit dreizehn tourte er durch Süd-Louisiana mit Flyght, Halifax, Impulse und Voyager. Als Frontmann bei Halifax — einer theatralischen Classic-Rock-Band — entdeckte er, was seine Karriere prägen sollte: "Singen bedeutete nicht, anzugeben — es bedeutete, eine Geschichte so ehrlich zu erzählen, dass jemand anderes sie auch fühlen konnte."

Er studierte an der Nicholls State University in Thibodaux, wo er als Vizepräsident der Student Programming Association Konzerte für Air Supply, Kansas, Cheap Trick, Dr. John und The Neville Brothers produzierte — während er Informatik studierte.

1986 zog Chuck nach Los Angeles, um das Musicians Institute zu besuchen. Innerhalb weniger Monate wurde er als Gesangslehrer eingestellt — eine Position, die er fast zwei Jahrzehnte lang innehaben sollte. Er unterrichtete Classic Rock Vocals, Live Performing Workshops und leitete "The Pro Series" — eine Meisterklasse-Band mit Tim Bogert (Vanilla Fudge), Doanne Perry (Jethro Tull), Steve Dudas (Aerosmith, Ozzy Osbourne) und Howard Laravea.

Während seiner Hollywood-Jahre arbeitete Chuck mit einigen der größten Namen der Musik: Michael Jackson, Diana Ross, Gary Wright, Alice Cooper, Ernestine Anderson und Stixx Hooper. Er leitete das Synclavier-Studio für Chris Currell während der Michael Jackson "Bad" World Tour und coachte japanische Künstler für CBS/Sony.

Chucks Faszination für die räumlichen Eigenschaften von Klang machte ihn zum Pionier der 3D-Audiotechnologie. Seit 1988 nahm er mit dem Aachener Kunstkopf-Mikrofon auf und verbrachte Monate im brasilianischen Regenwald, auf Hawaiis Big Island und neun Tage inmitten von über 6.000 Buckelwalen auf den Grand Turk Islands — um Klang als dreidimensionales Erlebnis einzufangen.

1993 schuf er das weltweit erste 3D-Piano-Sampling-Projekt. Über seine Firmen Sonorous Productions, 3D Sound Inc. und Environmental Sound Productions nahm er das Hollywood Bowl Orchestra für IMAX auf, übernahm das Engineering für "Sacred Earth" der Shartse-Mönche von Tibet, co-produzierte die "Dream Weaver" CD-ROM mit Gary Wright, produzierte 3D-Audio für Disney und beriet bei zwei Grammy-nominierten Alben von Ernestine Anderson. Zudem produzierte er Erdbebensimulationen für Disney und 3D-Sound für Bewegungssimulatoren in Japan.

2006 führte eine Begegnung mit Bobby Kimball — Leadsänger von Toto — auf der NAMM-Show zu einer Einladung auf die Frankfurter Musikmesse. Dieser Besuch veränderte alles. Chuck wurde über dreizehn aufeinanderfolgende Jahre Featured Artist auf der Messe und trat an der Seite von Bobby Kimball, Spencer Davis, Martin Engelien, TM Stevens, Leland Sklar, Kirk Fletcher und vielen anderen auf.

Deutschland wurde zur Heimat. Chuck entwarf Signature-Gitarren mit Voggenreiter, produzierte 8 CDs für Tinnitus-Therapie mit Auric Hörsysteme, hielt Seminare an der Musikschule Düsseldorf und der Universität Münster (Medizin) und trat in ganz Europa auf — von Hamburg bis Barcelona, Amsterdam bis Frankfurt. "In Deutschland aufzutreten fühlte sich an wie ein Kreis, der sich schließt", sagt er. "Die Menschen wollen emotional von Musik oder einer Stimme bewegt werden, aber es muss bei mir anfangen — ich muss zu dem Song werden, den ich singe."

Chucks Großmutter war eine Traiteur — eine Cajun-Glaubensheilerin. Aufzuwachsen als Zeuge von "Glaubensakten, die sich einfacher Erklärung entzogen", formte sein Verständnis von Klang als etwas, das über Unterhaltung hinausgeht. Durch Buddhismus, Kampfkunst und Meditation entwickelte er eine Philosophie, die auf der Idee basiert, dass alles Vibration ist.

"Mein Leben wurde von Energie, Frequenz, Vibration und Resonanz geleitet", sagt er. "Klang lebt. Wenn man genau genug hinhört, zeigt er einem den Weg."

Heute performt, unterrichtet und kreiert Chuck weiter — und verbindet die Bayous von Louisiana, die Studios von Hollywood und die Bühnen Europas mit einer Stimme, die das Gewicht eines Lebens über Kontinente hinweg trägt.